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Anjali, @anjaliumohan

Anjali hat in ihren Zwanzigern mit Self-Care angefangen. „Es dauerte eine Weile, da ich nicht so glücklich mit mir war", erzählt sie uns. „Ich war immer die Größte, die Dickste und hatte nicht die ‘normale’ Größe. Außerdem war ich eine der wenigen mit einer anderen Herkunft, was (leider) eine weitere Herausforderung für mich war. Aber an irgendeinem Punkt wurde es mir immer gleichgültiger, was andere über mich dachten, und ich nahm mich mehr und mehr an. Im Jahr 2018 machte ich beim Curvy Supermodel Wettbewerb in Holland mit und wurde Zweite. Ich war überwältigt meine Geschichte mit jungen Mädchen zu teilen!”

**Anjali, @anjaliumohan**
@anjaliumohan
„Ich sagte mir selbst: ‘Ich muss bis ich 100 bin in diesem Körper leben, also werde ich das Beste daraus machen und niemand wird mich aufhalten!”

Selbstliebe sieht für jeden anders aus und fühlt sich für jeden anders an. Anjali sieht das so: „Body Positivity ist nicht nur für Plus-Size Menschen …. aber manchmal habe ich das Gefühl, dass das Thema nur damit assoziiert wird. Body Positivity ist für alle, sie sich unwohl in ihrem Körper fühlen. Für mich geht es bei dem Thema um viel mehr als die Kleidergröße einer Person. Jeder Mensch hat das Recht in seinem eigenen Körper zu strahlen!” So wahr! Sie fügt hinzu: „Manchmal kann ich mich in meinem Körper einfach nicht wohl fühlen. Das liegt daran, dass ich eine Hormonstörung habe. Das ist eine große Herausforderung für mich und ich muss akzeptieren, dass ich auch nicht so gute Tage habe! Deswegen erinnere ich mich immer wieder daran, dass nicht jeder Tag ein ‘Ich fühle mich wie ein Einhorn’-Tag sein muss.”

„Ich sagte mir selbst: ‘Ich muss bis ich 100 bin in diesem Körper leben, also werde ich das Beste daraus machen und niemand wird mich aufhalten!”
@anjaliumohan
Vivian, @vivianhoorn

„Es gab eine Phase in meinem Leben, in der ich sehr unglücklich mit mir war”, erzählt uns Vivian über ihren persönlichen Weg zu mehr Selbstliebe. „Ich mobbte mich im Prinzip selbst und dachte nie, dass ich gut genug aussähe. Irgendwann war ich aber einfach durch mit der ganzen negativen Energie und hörte auf fiese Sachen zu mir selbst zu sagen. Du wirst sehen: wenn du damit aufhörst, wird sich einiges ändern.”

**Vivian, @vivianhoorn**
@vivianhoorn
„Es ist harte Arbeit. Aber die ist es sowas von wert. Das Leben genießen, statt dich zu sorgen, wie dein Körper aussieht. Oder wie du für jemand anderes aussiehst.”

Selbstliebe ist kein Ziel, sondern eher ein ständiger Lernprozess. Das weiß auch Vivian. Sie muss sich selbst immer noch daran erinnern, dass „es egal ist, wie du aussiehst, wenn du von Herzen aus ein guter Mensch bist, wird das Universum dich leiten.” Wow. Da hätten wir dann auch unser neuestes Mantra! Und ihr Rat gegen die Angst davor, was andere Leute von einem denken: „Du wirst für dich gemocht! Wenn dich Leute nicht mögen, solltest du auch keine Zeit auf sie verschwenden.” Lieb’s.

„Es ist harte Arbeit. Aber die ist es sowas von wert. Das Leben genießen, statt dich zu sorgen, wie dein Körper aussieht. Oder wie du für jemand anderes aussiehst.”
@vivianhoorn
Ella, @ellaskorgan

„Als Tänzerin standen mein Wohlbefinden und meine Gesundheit schon immer ganz oben auf meiner Liste, damit ich täglich trainieren und performen kann”, erzählt Ella. „Mit dem Erwachsenwerden habe ich gelernt, dass auf dich Acht zu geben und gut für dich selbst zu sorgen, der größte Gefallen ist, den du dir selbst tun kannst. Es hat eine ganz schöne Weile gedauert, bis ich verstanden hatte, dass es ok ist, sich nicht immer toll zu fühlen.” Für Ella ist Self-Care sehr persönlich. „Ich glaube, ich bin richtig gut darin geworden kleine Dinge zu tun, die mich glücklich machen. Self-Care sieht für jeden Menschen anders aus. Es geht darum, was DU persönlich in dem Moment brauchst.” Und wie kann das konkret aussehen? „Für mich kann es einfach bedeuten mein Lieblingsessen zu kochen, mehr Zeit in meine Hautpflege zu investieren, einen längeren Mittagsschlaf zu machen, mir die Augen aus dem Kopf zu weinen, einen guten Film nochmal zu gucken oder Kaffee zu trinken, mit jemandem, bei dem ich mich sicher und gesehen fühle.”

**Ella, @ellaskorgan**
@ellaskorgan
„Manchmal brauchen wir einfach etwas Zeit, um etwas zu verarbeiten, zu weinen und einfach da zu sein, wo wir eben gerade sind — und DAS IST OKAY.”

Für Ella geht es bei Self-Care hauptsächlich darum, sich selbst genug Auszeiten zu gönnen. „Meistens geht es für mich nicht darum ein Gefühl oder Problem zu lösen, sondern darum zu akzeptieren, dass ich langsamer machen muss” erzählt sie uns. „Als sozialer Schmetterling mit vollgestopftem Terminkalender habe ich gelernt, dass man es nicht immer allen recht machen kann und dass du dich nicht schlecht fühlen solltest dein Wohlbefinden zu priorisieren. Wenn du überfordert, müde oder unglücklich bist, ist es unmöglich deine beste Version für andere um dich herum zu sein. Ich lerne immer noch ‘nein’ zu Dingen zu sagen und zu akzeptieren, dass Zeit für mich zu nehmen auch produktiv ist.” Jep, diesen Ratschlag sollten wir uns wohl alle hinter die Ohren schreiben. Danke, Ella, Vivian und Anjali!

„Manchmal brauchen wir einfach etwas Zeit, um etwas zu verarbeiten, zu weinen und einfach da zu sein, wo wir eben gerade sind — und DAS IST OKAY.”
@ellaskorgan